Die Waffenindustrie schlägt zurück!

Der größte Anteilseigner an Krauss-Maffei Wegmann hat juristische Schritte gegen unser Kunstwerk eingeleitet. Rüdiger von Braunbehrens, Krankenpfleger im Ruhestand (Jahrgang 1960), mit einer Beteiligung von 11,25 % (90 Millionen Euro) wichtigster Eigentümer des Panzerproduzenten, fühlt sich durch den Versuch, ihn wegen der Panzerlieferung an das Saudi-Regime ins Gefängnis zu bringen, „in seinem Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit [...] verfolgt", und „erniedrigt“ (Wortwahl seiner Anwälte). Wir sind uns zwar sicher, dass es sein Status als Besitzer von KMW ist, mit dem er sich selbst erniedrigt, aber bis Freitag haben wir Zeit, die Anwaltsrechnung des 90fachen Millionärs von 1.248,31 Euro zu begleichen. Auf Ihre Unterstützung sind wir jetzt dringend angewiesen!

Von Braunbehrens Anwälte erwirkten eine Unterlassungserklärung gegen unser Projekt. Der Versuch, die Eigentümer für den schlimmsten Waffendeal der jüngeren bundesdeutschen Geschichte ins Gefängnis zu bringen, musste deshalb gestoppt werden. Das ist ein gefährlicher und bedrohlicher Eingriff in die Freiheit der Kunst (seine Anwälte argumentierten im Übrigen einzig mit Urteilen zur Meinungsfreiheit), die in Deutschland verfassungsrechtlich verankert ist. Dass die Waffenindustrie derart ungeschminkt die Rechte der Kunst beschneidet, ist beispiellos und wird hoffentlich einen entsprechenden öffentlichen Widerhall finden. Wir sind genötigt, die von uns angebotenen Informationen auf das Informationsniveau des Handelsregisters und ausgewählter, öffentlich zugänglicher Quellen herunterzufahren, um gerichtsfest zu sein, statt uns finanziell im Kampf gegen die kommerzielle Waffenindustrie zu ruinieren. Wir rufen in Erinnerung, dass das Saudi-Geschäft allein einen Wert von mindestens 10 Milliarden Euro haben soll.

 

Die beauftragte Kanzlei schreibt uns:

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt bekanntlich insbesondere die Selbstbestimmung unseres Mandanten über seine Person und sein Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit. Dazu gehören vor allem die engere persönliche Lebenssphäre sowie die Erhaltung ihrer Grundbedingungen und damit auch der Schutz der persönlichen Ehre und Würde. Die beanstandeten Handlungen sind geeignet, das Ansehen unseres Mandanten in der Bevölkerung herabzuwürdigen; hierauf haben Sie es sogar abgesehen. Zu einer Herabwürdigung unseres Mandanten kommt es auch tatsächlich. Der Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht unseres Mandanten ist grob rechtswidrig