Aggressiver Humanismus

Viele Menschen fragen in den letzten Tagen verstärkt nach, was es mit dem Schlüsselbegriff des 'aggressiven Humanismus' auf sich hat. Mehr erfahren Sie in diesem Gipfelgespräch zwischen Christian Schwarz-Schilling und Philipp Ruch über die Unterschiede in den Märtyrerquoten zwischen Diktaturen und Demokratien, in einer Rede des Bundeskanzlers aus dem Jahre 2032, der mit dem aggressiven Humanismus Wahlen gewinnt ("Ich werde diese Zeit zwingen, etwas Gutes zu tun!") in "Die Überläufer" und in der Abschlusssitzung der Gefühls- und Bildhistorikerin Gisa Stern von 2051 über "Die Symptome des 21. Jahrhunderts", in der sie unser Zeitalter als "aphilotimische" (aphilotimia; Ehrvergessenheit) Epoche bezeichnet.

Manchmal genügt aber auch ein einziges Bild, um den Geisteszustand der größten deutschen Menschenrechtsorganisation und die Notwendigkeit einer anderen Art von Kampf um die Menschenrechte vor Augen zu führen. Das ist es, was die Kollegen von Amnesty "tun", wenn sie gegen Polizeigewalt in der Ukraine aufbegehren wollen (selbstverständlich nicht in der Ukraine, sondern in Berlin am Potsdamer Platz). Wir haben sehr gelacht!

Infames Zeigen

Am Samstag abend fand im Rahmen der 7. Berlin Biennale unter dem Titel "Wann darf das Kanzleramt angezündet werden? Die KMW-Eigentümer und ihre Schwierigkeiten mit der Kunst" vor über 200 Zuhörern ein Podiumsgespräch mit der Kunsthistorikerin Dr. Carolin Behrmann (MPI Florenz, HU Berlin), dem renommierten Friedensforscher Otfried Nassauer (BITS), dem investigativen Journalisten Alexander Bühler (NZZ, Die Zeit, Cicero) und Philipp Ruch statt.

Im Einführungsvortrag "Infames Zeigen. Zur Pädagogik der Scham" präsentierte Carolin Behrmann historisches Material, welches das Zentrum für Politische Schönheit in den Aktionen entweder benutzt oder die aufzuschliessen vermögen, was derzeit gegen einen der schlimmsten Waffendeals geschieht. Behrmann zeigte sich überzeugt, dass die Kunst mehr dürfen können muss als etwa der Journalismus und dass im vorliegenden Fall die Personen es sich sogar gefallen lassen müssten, "visuell geschändet" zu werden, zumal das Recht auf Schandbilder zwischen Neuzeit und Moderne untergegangen sei. Bühler betonte die Durchschnittlichkeit der Eigentümer und erläuterte die "neue" Strategie der Bundesregierung vermeintlich "stabiler" Partnerschaften. Nassauer demontierte die von KMW und den Eigentümern vorgetragene Argumentation, die Bundesregierung zwinge sie zu einem Deal der Extraklasse. Weniger als 20 % aller Waffengeschäfte, so Naussauer, seien von der deutschen Bundesregierung eingefädelt. Ruch verwehrte sich dagegen, die Eigentümer anzuprangern: "Wir wollen sie nicht an den Pranger stellen, sondern ins Gefängnis bringen." AUS RECHTLICHEN GRÜNDEN FEHLT HIER EIN SATZ. Die KMW-Eigner befänden sich in der unangenehmen Lage wieder, entweder ihrer Verantwortung nachzukommen oder aber "öffentlich ihr wahres Gesicht absoluter Verantwortungslosigkeit und Doppelzüngigkeit" zu zeigen.

Die Aufzeichnung reichen wir in den kommenden Tagen nach.

Anteile an KMW

In den vergangenen Tagen erreichten uns zahlreiche ungläubige Zuschriften, dass der milliardenschwere Konzern "Krauss-Maffei Wegmann" in der Hand einiger weniger Haupteigentümer sein soll. So schreibt uns Werner Rügemer, ein bekannter Experte für Ratingagenturen:

Großartige Aktion! ich nehme allerdings an, dass hinter einem so wichtigen und global tätigen Unternehmen wie KMW heutzutage nicht nur Privatleute und -clans wie Bode, Braunbehrens u.ä. stehen. Das wäre gegen alle gegenwärtigen Usancen. Die aufgeführten Beteiligungen von 300.000 euro u.ä. repräsentieren nach aller Wahrscheinlichkeit nur solche völlig unwichtigen, aber traditionell und zum harmlosen Image mit durchgefütterten Familienmitglieder. für ein solches Unternehmen sind Anteilseigner ganz anderer Größenordnung nötig und üblich. 

Hintergrundinformationen zu den Eigentumsverhältnissen von Krauss-Maffei Wegmann finden Sie hier. Die einzige Veränderung seit Erscheinen jenes Artikels ist die, dass die "Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG" im Dezember 2010 den 49 % Anteil von Siemens für geschätzte 400 Millionen Euro zurückgekauft hat. Daraus ergibt sich ein angesetzter Firmenwert von über 800 Millionen Euro (moderate Schätzung bei einem Jahresumsatz 2010 von: 1 Milliarde Euro).
Laut Handelsregister ist die Holding mit 7 Millionen Euro kapitalisiert. Die Einlagen der Eigentümer müssen auf den Unternehmenswert von KMW umgelegt werden, um zu ermitteln, wie groß der "Besitz" ist. Beispiel: die Fotografin Beatrice von Braunbehrens hält mit ihrer Einlage von 648.829,39 Euro den zweithöchsten Anteil, nämlich 9,2 % an der "Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG" (der KMW zu 100 % gehört). D.h. Beatrice von Braunbehrens hält Anteile im Wert von über 73 Millionen Euro an Deutschlands größtem Panzerhersteller. Da ihr Mann weitere 3,07 % hält, besitzt das Ehepaar 12,27 % an KMW, was einem Anteil von fast 100 Millionen Euro entspricht.

Ein zweites Rechenbeispiel: die Lehrerin Isabel Glinicke hält mit ihrer Einlage von 641.620,18 Euro den dritthöchsten Anteil, also 9,1 % an der "Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG". D.h. Isabel Glinicke hält mittelbar Anteile im Wert von rund 72 Millionen Euro an Deutschlands größtem Panzerhersteller.

Wir bitten zu entschuldigen, dass wir keine "Kampagne" gegen KMW fahren wollen, sondern uns in unserem Kunstwerk direkt mit den verantwortlichen Eigentümerinnen und Eigentümern auseinandersetzen, mit ihrer Widersprüchlichkeit und ihrem Symbolcharakter (als Sinnbild für die deutsche Gesellschaft als drittgrößter Waffenhändler der Welt).

Das Plakat: ein Blickfang

Das Megaplakat am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte erfreut sich großer Beliebtheit. Hier ein paar Nachtaufnahmen:

Update: Aus rechtlichen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass der auf dem Kunstwerk dargestellte Inhalt nicht mehr aktuell ist und wir nicht länger die Öffentlichkeit dazu aufrufen, uns Hinweise zu schicken. 

Ein offener Brief von Rupert Neudeck

Rupert Neudeck hat heute einen offenen Brief an die deutsche Bevölkerung verfasst, in dem er die Lieferung von 270 Leopard 2A7+ Panzern nach Saudi-Arabien unumwunden als Verbrechen bezeichnet: 

 

Liebe Mitbürger,

Sie haben gehört: Unser Deutschland, unser deutscher Staat will tatsächlich in dieser atemberaubenden Situation, da wir kurz vor einem Angriff und neuen Krieg im Nahen Osten stehen, an Saudi Arabien 270 der Welt ‚bester’ Leopard-Panzer liefern. Damit da kein Missverständnis auftaucht. Ich bin kein Dogmatiker. Weder in Fragen meiner Religion noch meiner Lebensführung. Noch in meinen Gefühlen. Als ich mich 1993f. in dem von serbischen Kanonen, Granatwerfern und Haubitzen eingeschlossenen Sarajevo aufhielt, habe ich immer gewünscht, die tapfere bosnische Armee würde mehr Waffen haben, um sich aus der mörderischen Umklammerung des General Ratko Mladic und des Radovan Karadzic befreien können. Ähnliches denke ich, wenn ich Zeitzeuge des mutigen, weil völlig aussichtslosen Aufstandes der unglaublich tapferen Juden im Warschauer Ghetto 1943 gewesen wäre.

Aber an ein Land wie Saudi Arabien im Jahre 2012 270 Leopard Panzer zu liefern, halte ich nicht nur für einen politischen Fehler, sondern für ein Verbrechen, ja im Grunde für eine Blasphemie. Immerhin ist Saudi Arabien 2011 mit seiner Armee in Bahrain einmarschiert, auch mit Panzern, um die Arabellion dort niederzutrampeln. Das Land hält sich bereit, überall in seiner Nachbarschaft zu wiederholen, was es in Bahrain getan hat. Right or wrong my Wahabismus-country.

Überall, wo ich mich umgetrieben habe, ist dieses Saudi Arabien der Urheber, der Finanzier und der Anstifter gesellschaftlicher Konflikte. Die Salafisten in Ägypten bekommen jede Woche eine und mehr Millionen Dollar für die Unruhe, die sie ins Land bringen. Die Boko Haram Terrorgruppe in Nigeria ist ein Import und bezahlt von Saudi Arabien. Die schlimmsten Mujaheddin-Milizen in Afghanistan wurden von Saudi Arabien und leider auch dem CIA hochgepäppelt. Wir sollten diesen Deal schleunigst annullieren. Auch die drei noch ausstehenden atomwaffenfähigen U-Boote der Dolphin-Klasse für Israel sollten wir nicht liefern, weil sie das Potential haben, Marschflugkörper auf den Iran abzuschießen, auch atomar bestückter. Hans Jürgen Wischnewski sagte 1989: „Eines habe ich in meiner langen politischen Arbeit gelernt. Die Bundesrepublik Deutschland darf keine Waffen in den Nahen Osten exportieren, weder an arabische Staaten noch an Israel. Jede andere Politik führt in Desaster.“

Diese Waffenlieferung von 270 Panzern ist das falsche Signal in die falsche Richtung an den falschen Ort. Sie kann katastrophale Folgen haben. Sie muss gestoppt werden. Wir Deutschen sollen uns nicht an Waffen-Exporten in das heftigste Spannungsgebiet der Welt beteiligen. 

Rupert Neudeck

Words, words, words

Der aktuelle Vogelflug deutet darauf hin, dass einige der Eigentümer in dieser Woche eine "Gelaberoffensive" starten und mit Waffenhändlersprech die Taten-, Scheinheilig- und Verantwortungslosigkeit ihrer bisherigen Rolle als Besitzer von Krauss-Maffei Wegmann überdecken wollen.

Da unser Kunstwerk nicht darauf aus ist, schönen Reden zu lauschen, sondern "schöne Taten zu sehen" (Isokrates), dürfte es jetzt spannend werden. Wir haben mehrere Schritte längst geplant, sollte auch nur ein Mitglied der 'Waffenhändlerfamilie von nebenan' den Versuch wagen, Untätigkeit durch Worte zu überdecken. Worte waren im Fall von KMW stets nur eines: Propaganda. Der ZPS-Leitspruch gilt hier wie in allen Aktionen: operibus anteire ("durch Taten vorangehen").

Die Mitglieder des Bundessicherheitsrates

Wer verbirgt sich hinter dem Etikett "Bundessicherheitsrat"? Wir danken Andreas Schmidt für die Zusammenstellung.

Angela Dorothea Merkel (geborene Kasner, 17. Juli 1954 in Hamburg), deutsche Bundeskanzlerin. Über ihre Vergangenheit als Stasi-Spitzel wird viel spekuliert. Sie soll u.a. an der Observation des Regimekritikers Robert Havemann mitgewirkt haben.

Guido Westerwelle (geboren am 27.12.1961 in Bad Honnef), Bundesaussenminister. Interessant ist seine entgeltliche Tätigkeit (neben dem Mandat) für die “Close Brothers Sydler Bank AG”, die auch Anleiheemissionen von Heckler & Koch begleitete.

Ronald Pofalla (geboren am 15.05.1959 in Weeze), seit dem 28.10.2009 Chef des Bundeskanzleramtes. Die Steuerfahndung erklärte 1996, ihm sei ein ungeklärter Betrag in Höhe von 1,4 Millionen D-Mark zugeflossen. Im März 2000 stellte sich durch Finanzbeamte heraus, dass Pofalla zwischen 1993–1997 einen ungeklärten Vermögenszuwachs von 700.000 € aufzuweisen hatte.

Wolfgang Schäuble (geboren am 18.09.1942 in Freiburg im Breisgau), Bundesminister der Finanzen. Schäuble hält besondere Beziehungen zur Rüstungslobby, wie die sog. Schreiber-Affäre gezeigt hat.

Thomas De Maiziere (geboren am 21.01.1952 in Bonn), Bundesverteidigungsminister. Es steht zu vermuten, dass hier die besten Verbindungen zu KMW herrschen: während der Amtszeit seines Vaters, Ulrich De Maiziere, wurden die Leopard 1 Panzer eingeführt. Nicht nur Eigentum, sondern auch Familie verpflichtet?

Dirk Niebel (geboren am 29.03.1963 in Hamburg), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.Anzeige wegen des Verdachts auf Untreue, Vetternwirtschaft. Größtes Verdienst: hat sein Ministerium in eine Versorgungsanstalt für FDP Funktionäre umgebaut.

Hans Peter Friedrich (geboren am 11.03.1957 in Naila), Bundesinnenminister. Er wird bei der entscheidenden Sitzung vertreten durch Ole Schröder (Ehemann der unsäglichen Familienministerin). Friedrich hält die Gefahr von Anschlägen islamistischer Terroristen in Deutschland für hoch. Solange Islamisten ihr eigenes Volk in den betreffenden Staaten unterdrücken, schickt er gerne deutsche Rüstungsgüter.

Philipp Rösler (geboren am 24.02.1973), seit Mai 2011 Bundeswirtschaftsminister.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (geboren am 26.07.1951 in Minden), Bundesministerin der Justiz. Ihr Engagement bei der Sebastian Cobler Stiftung lässt hoffen, dass sie sich auch für die Bürgerrechte in anderen Ländern einsetzt.

An der entscheidenden Sitzung für den Saudi-Deal waren zudem anwesend: Christoph Heusgen, Geheimdienstkoordinator Günter Heiß, Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker, Präsident des Bundesnachrichtendienstes Ernst Uhrlau, Chef des Bundespräsidialamts Lothar Hagebölling, Erich Vad und Regierungssprecher Steffen Seibert.

MdB Florian Hahn

  Wir wollen an dieser Stelle den Versuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Florian Hahn entlarven, langjähriger Mitarbeiter der Waffenschmiede Krauss-Maffei Wegmann, die deutsche Öffentlichkeit über den Panzerdeal zu täuschen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk behauptet Hahn ernsthaft:

Hier ist ein für den Nahen Osten, vor dem Hintergrund der Verhältnisse dort, ein guter König, der durchaus weltoffener ist als andere in der Nachbarschaft. Und ich glaube deswegen ist das keine Gefahr."

Schlimmer aber ist, dass er vorsätzlich die Unwahrheit über den Leopard 2 A7+ behauptet:

Da kann man im Detail jetzt diskutieren, ob ein Kampfpanzer Leopard 2 jetzt geeignet wäre zur Niederschlagung von Volksaufständen? Ist es sicherlich nicht.

Wir wollen nochmals auf den Lieferumfang des Leopard 2 Panzers und damit auf den Artikel „Warum Militärs den Leo lieben“ hinweisen („So wendig und schnell wie eine Wildkatze”, "Wer in das Kanonenrohr eines Leopard-2 schaut, überlegt sich zweimal, ob er angreift").

Erste Reaktionen auf die Aktion

Unsere Aktion läuft nun seit 5 Tagen und wir sind selbst überrascht vom Echo und den Reaktionen, die wir bislang erhalten haben. Wir wollen hier einige Beispiele zitieren. Die klassische Rollenverteilung wurde auf den Kopf gestellt: angriffslustigere NGOs wie „Pro Asyl“ fragen in den Social-Media-Kanälen ihre Anhängerschaft vorsichtig, ob das erlaubt sei, während Organisationen wie „Pax Christi“ unkommentiert die Aktion verbreiten.

Seit Wikileaks Anfangserfolgen hat mich keine demokratie-korrigierende Aktion im Internet mehr so fasziniert.

Willi F.

 

Ich kann gar nicht sagen, wie gut ich diese Aktion finde - die Worte müssten erst erfunden werden.

Anna Elbe

 

Maurice schreibt uns:

Ich glaube, dass noch keine Aktion, die so nahe an meinem umfeld stattgefunden hat, mich jemals so bewegt oder beeindruckt hat. Nicht nur das sie klug ausgedacht und augenscheinlich auch durchgeführt ist - sie macht einfach so unglaublich viel Sinn und setzt da an, wo viele Mißstände ihre Wurzel haben: dass Menschen nicht mehr das Gefühl haben, sie könnten auf Ereignisse dieser Art Einfluss nehmen.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Friedensgesellschaft aus Bonn schreibt uns:

Tolle Aktion, die genau den Kern der Verantwortung widerspiegelt. [Die Konzerneigentümer] kümmern sich nicht um das Tagesgeschäft ihrer Beteiligungen und sind der Meinung, dass sie hierfür auch nicht die Verantwortung tragen. Sie sind der Meinung: es ist das wirtschaftliche System, dass die Manager ihrer Aktiengesellschaft zwingt im Sinne der Kapitalvermehrung zu agieren und wenn nicht wir dies tun, tun es die anderen und wenn die anderen es tun, dann können auch wir es tun, also haben wir keine Schuld, denn es würde ja sowieso passieren. Diese Logik wird von Euch demaskiert.

 

Nikolaus schreibt:

Die Kreativität der Aktion ist einzigartig; die Auswirkung und mediale Reichweite enorm. Dass sich unter den Gewinnern dieser Deals auch Künstler befinden, will ich kaum wahrhaben. Herr von Braunbehrens hat mir einen Tag nach meinen Glückwünschen per mail geantwortet. er lädt darin zu einer offenen Diskussion ein, was ich als eine respektable Entscheidung empfinde. Ich freue mich auf die offen geführte Diskussion und warte nun auf eine Freischaltung.

Anmerkung der Redaktion: Nikolaus wartet nach vier Tagen immer noch auf die "Freischaltung" der Diskussion.

 

Franz schreibt aus Salzburg:

Zuallererst Gratulation zu dieser imposanten Idee demokratischen Widerstands! Die Frage ‘Sind die Eigentümer nicht die falschen Ansprechpersonen, um den Waffendeal mit Saudi-Arabien zu verhindern?’ ist mir natürlich auch als erstes in den Sinn gekommen. Und ja, ich pflichte Ihnen bei, dass sie sehr wohl die richtigen Ansprechpersonen sind. Jeder Aktionär oder (Mit-) Eigentümer eines Betriebes ist selbstverständlich mitverantwortlich dafür, wie und wofür das Unternehmen arbeitet.

 

Das Zentrum für Politische Schönheit ist der Beweis, dass Kunst nicht zwangsläufig immer reiner Selbstzweck oder das Produzieren von Dekorationsartikeln der Büros Vorstandsvorsitzender multinationaler Konzerne sein muss.

Thomas S.

Sogar Bischof Joseph K Kimani aus Kenia meint:

Greetings. Thanks for your information about what is happening on German Tanks Deal with Saudi Arabia. Keep us informed and put us in your mailing list.This is the fist time we hear about [...].  Yous in the Sevice of God,

 

Viele gratulieren uns, verneigen sich vor der Aktion und geben Hinweise. Die Pressevertreter äußern sich teilweise so:

Ich wäre froh, wenn Sie Erfolg hätten!

(Redakteurin, Deutschlandfunk)

 

Ihr habt die geilste Scheisse losgetreten, die es seit Erfindung der Social Media gibt!

(Zwei Teilig über facebook)

Am interessantesten für uns sind die vielen Bekannten der Eigentümer, die sich bei uns melden. Bislang ist nur die Intervention der Kuratorin der Fotografin spruchreif.

 

Nur aus der KMW-Heimatstadt erreichen uns kontinuierlich aufgebrachte Wut-Mails wie diese:

An die Initiatoren der unsäglichen 25.000 Euro Denunziations-Kampagne. Es ist unbeschreiblich was Sie hier abliefern.

 

Der Künstler meldet sich zu Wort!

Burkhart Braunbehrens, seines Zeichen „freischaffender“ Künstler, wobei die Freiheit mit Waffengeschäften im ganz großen Stil erkauft wird und Wutbürger lange vor der Erfindung des Begriffs (s. Leserbriefe in den Archiven der großen deutschen Tageszeitungen), hat sich bei uns gemeldet. Er fühlt sich in seiner Reputation als Waffenhändler gekränkt und schreibt:

entgegen Ihrer Unterstellung, ich wolle meine Verantwortung nicht wahr nehmen, kann ich Ihnen mit Herz und Vernunft antworten, dass ich für mein Tun und Lassen voll einstehe. [...] Ich möchte Ihnen aber auch hiermit mitteilen, dass ich meine öffentliche Reputation und meine persönliche Integrität auch mit juristischen Mitteln gegen Sie verteidigen werde.

Daraufhin folgt eine kleine Sensation. Eine Insiderinformation, die bislang keiner für möglich gehalten hatte: die Bundesregierung soll Krauss-Maffei Wegmann GEZWUNGEN haben, 270 Panzer nach Saudi-Arabien zu liefern. KMW-Sprecher Kurt Braatz terminologisierte diesen Zwang bislang immer als „Anfrage“, sprach aber ebenfalls von der Alternativlosigkeit („Wir haben doch keine Wahl!“):

In der Tat habe ich auch Mitverantwortung als Miteigentümer für die Geschäftspolitik der Firma KMW, die ich nicht mittragen wollte, wenn sie gegen Gesetze und Bestimmungen verstieße, was mir bisher nicht bekannt wurde. Als Waffenhändler aber kann und will ich selbst nicht auftreten. Die Geschäfte, die Sie angreifen, werden meist direkt von den Regierungen eingefädelt.

Sollte sich dieser Verdacht als wahr erweisen, wäre es ein sensationeller Vorgang: die Bundeskanzlerin zwingt einen Panzerkonzern dazu, Panzer zu produzieren, das Kriegswaffenkontrollgesetz und den EU-Verhaltenskodex zu Waffenexporten zu brechen. Zum Hintergrundverständnis hilft dieser Artikel von Hauke Friedrichs und Tina Hildebrandt aus der ZEIT.

Der Künstler bietet seine Gesprächsbereitschaft an:

Dennoch bin ich bereit, jedem zu antworten. Denn ich halte die öffentliche Debatte über dies Thema für notwendig.

Wir haben Burkhart von Braunbehrens zu einer Podiumsdiskussion mit Saudischen und Bahrainischen Oppositionellen eingeladen, die auch live ins Internet übertragen werden soll (die Fahrkarte nach Berlin muss er allerdings von seinem Blutgeld selbst bezahlen).

Wir möchten erneut auf die persönliche und direkte Nachricht von Abbas al Omran von der Menschenrechtsorganisation Bahrain Rights hinweisen, der Burkhart darum bittet, das Geschäft zu stoppen. Sie finden diese als Video auf der Startseite.

Update: In der aktuellen Ausgabe der ZEIT (S. 18) kommt der "freischaffende" Künstler erneut zu Wort. Die Passage verdient es, zitiert zu werden:

Zum geplanten Panzerdeal mit Saudi-Arabien äußert sich Braunbehrens, Anfang 70, nicht direkt. "Der Zeitpunkt für die Anfrage nach deutschen Panzern für Saudi-Arabien während des Arabischen Frühlings war natürlich schlecht. Der Mut der Protestierenden hat uns alle beeindruckt, wir haben ihnen Erfolg gewünscht", sagt er. "Dass Protest gegen die politische Entscheidung kommt, Panzer zu exportieren, verstehe ich."

Der verwirrte Alt-Linke, der einmal gegen den Vietnam-Krieg demonstrierte, auf seiner eigenen Homepage inzwischen martialisch vor einem amerikanischen Panzer posiert und sich in seiner Reputation als Waffenhändler gekränkt fühlt, hat den arabischen Demokratiebewegungen also die Daumen gedrückt, schickt jetzt aber doch lieber Panzer.

Fluuuch!

Neues Gewinnspiel: "Wir haben doch keine Wahl!"

Kurt Braatz, Kultfigur der deutschen Waffenhändlerszene und moralisch entsetzter Pressesprecher der Panzerfamilie und ihres Unternehmens sondert gegenüber der Presse zunehmend schizophren anmutende* Kommentare zur Aktion 25.000 Euro ab.

*Wir entschuldigen uns, den Ausdruck schizophren in diesem Zusammenhang verwendet zu haben. Anne I. schreibt uns dazu: "Ihr bezeichnet Kurt Braatz als schizophren. Schizophren ist eine Bezeichnung für eine Krankheit und kein Schimpfwort. Kein Opfer dieser Krankheit hat es verdient mit Kurt Braatz gleichgestellt zu werden. Danke für euer Verständnis". Die Sätze wurden von Anne selbst hervorgehoben. Wir entschuldigen uns bei allen an Schizophreniepatienten: es war nicht unsere Absicht, sie auf eine Stufe mit Kurt Braatz zu stellen.

 

Hervorheben wollen wir die folgenden Statements:

Ich bin moralisch entsetzt!

Kurt Braatz, Sprecher eines Panzerherstellers

Wir haben doch keine Wahl!

Kurt Braatz, Opfer der Bundesregierung. Wird gezwungen Panzer an Diktatoren zu liefern.

Nun zur Aufgabe:
Nehmen Sie die verwirrten Statements von Kurt Braatz auf die Schippe. Entwerfen Sie Postkarten, Poster und Bilder. Nehmen Sie ein Video auf oder remixen es. Setzen Sie sich mit seiner Persönlichkeit und seinen Zitaten kreativ auseinander. Einsendungen (Bilddateien, Youtube links, etc.) nehmen wir bis morgen früh unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. entgegen.

Bitte achten Sie bei ihren Arbeiten darauf, nicht gegen das Urheberrecht zu verstoßen.
Denkanstöße und Quellen für Material:

  • Bild von Kurt Braatz, Nutzungsrechte wurden vom Verlag eingeräumt: Wikipedia
  • Nutzen Sie die Mediensuche von Creative Commomns: Link
  • Die Phantombilder und alles andere von uns erstellte Bildmaterial auf dieser Webseite darf frei genutzt werden.

Zu Gewinnen gibt es diesmal etwas ganz besonderes:
 

1. Platz: Bilderband "Mozart Lebensbilder" Vom Waffenhändler und Humanist Volkmar Braunbehrens

2. Platz: Biographie "Mozart in Wien" Vom Waffenhändler und Humanist Volkmar Braunbehrens

 

Die Redaktion wünscht ihnen viel Glück!

 

Interessantes und Skurriles von unseren Sympathisanten #Teil 2

Wir erhalten weiterhin regen Zulauf. Mehr und mehr Menschen suchen die ganz persönliche Auseinandersetzung mit den Eigentümern von Deutschlands größtem Panzerkonzern. Hier die Nachtbotschaft von Luzi, offenbar einem kurdischen Mädchen, an die KMW-Eigentümer.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Krauss-Maffei Wegmann nicht erst seit dem Saudi-Deal im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit steht. Die Bodes und die Braunbehrens scheinen schon in den 90er Jahren weggeschaut zu haben, als Leopard Panzer an die Türkei geliefert und gegen die kurdische Bevölkerung eingesetzt wurden. Zuletzt wollte die Türkei zur Jahrtausendwende 1000 (!) Leopard 2 Panzer erwerben. Dazu mehr in diesem Artikel.

Die Gruppe Theater Macht Staat hat uns dieses Werk übermittelt, das sich mit Waffenhandel und KMW auseinandersetzt:
 

 

Eine Grafikerin sandte uns diese wunderbaren Waffenhändlerinnenpiktogramme (unter den ersten sechs KMW-Eigentümern befinden sich vier Frauen). Wer ist wer?

Wir danken Eric Berg für die Erstellung der Seite "Der Panzerdeal" als Flyer bzw. Plakat und auch einer Übersicht der Eigentümer als Flyer zum Download.

On3 - der Bayrische Rundfunk berichtet im Radio

In der Jugendwelle des Bayrischen Rundfunks, On3, kommt der verwirrte Pressesprecher von KMW zu Wort und wirft Nebelkerzen. Zum Glück werden seine Argumente postwendend von einem unserer Sprecher entkräftet.

Jetzt reinhören!

Kurt Braatz hat nicht nur "moralische Bedenken", sondern gibt ernsthaft zu Notiz:

"Wir haben doch keine Wahl!"

Zitat: Kurt Braatz, Kultfigur der deutschen Waffenhändlerszene

Der verwirrte Pressesprecher tut so, als sei seine Firma verpflichtet, autoritäre Regime mit Panzern auszustatten, die Sie dann gegen Demokratiebewegungen im In- und Ausland einsetzen können. Aber: In Deutschland herscht Vertragsfreiheit. Die Krauss-Maffei Wegmann GmbH und ihre skrupellosen Besitzerfamilien können sich nicht aus ihrer Verantwortung für den Scherbenhaufen stehlen, den Sie in der Welt anrichten.

Wir sind sicher:

Wenn die Besitzer es wollen, wird der Deal morgen abgeblasen.

Freunde und Bekannte der Waffenproduzenten zeigen sich schockiert.

allerdings nicht über unsere Aktion, sondern über ihre Freunde: uns erreichen mittlerweile auch viele Nachrichten aus dem direkten Umfeld der Eigentümer, darunter sind teilweise bestürzende und eindringliche Reaktionen. Das Bild ist immer dasselbe: die Eigentümer sind nicht nur nicht bereit, sich zu ihrer Verantwortung zu bekennen und Transparenz herzustellen, sie verschweigen ihren Besitz an der Waffenschmiede offenbar sogar engen Freunden und langjährigen Weggefährten.

Umso erfreulicher ist es, dass unter den zahlreichen persönlichen Botschaften an die Eigner, die bei uns eingehen, auch sehr persönliche Appelle von schockierten Weggefährten sind.

So schreibt die Kuratorin Carmen Kästner an die Fotografin Beatrice von Braunbehrens:

Hallo Beatrice, vielleicht erinnerst Du Dich noch an die "Blickachse - Kunst im Park" Ausstellung in Herrnsheim? Bernd Ackermann und ich waren damals die Veranstalter. Nun muss ich heute erfahren, dass du Anteile an der Firma Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG besitzt.  

Das passt so gar nicht in das Bild, das ich von Dir aus der Zeit der künstlerischen Zusammenarbeit habe. Wie geht das zusammen - frage ich mich und wende mich daher auf diesem Weg direkt an Dich.

Ich appelliere an Deine Menschlichkeit und fordere Dich hiermit auf: Bringe Dich aktiv in die Firmenpolitik der KMW ein. 
Helfe mit den Panzerdeal mit Saudi-Arabien ein für allemal abzublasen. 
BITTE 
Mit hoffenden Grüßen

Carmen Kästner

 

Wir zitieren mit ihrer Erlaubnis.

Sie schrieb uns außerdem, dass sie sich seit Dienstag vormittag, als sie von unserer Aktion erfuhr, "im Ausnahmezustand" befinde:

Erstmal galt es genau gegen zu prüfen, ob es sich bei der Beatrice, die ich kenne auch tatsächlich um die Person handelt die mit !!!!648.829,39 € Einlage bei KMW beteiligt ist. Als mir dann klar war, dass es an der Identität keinen Zweifel gibt, habe ich das oben zitierte Mail an Beatrice Braunbehrens geschrieben. [...] Beatrice Braunbehrens war bei der Blickachse im Juni 1999 mit einer Fotoinstallation im Park vertreten. Da die "Macher" der Blickachse (allesamt Künstler mit dem dementsprechendem Einkommen) grundsätzlich auf hohem Low-Budget Niveau arbeiteten, haben wir durch Materialbeschaffung und -transporte, Reisekostenunterstützung, kostenlose Unterbringung und Verpflegung der teilnehmenden Künstler_Innen immer einen engen Kontakt gepflegt. Beatrice war eine der wenigen, die unsere Unterstützung nicht benötigte. Uns war klar, dass sie wohl aus "gutem Hause" kommen muss. Nun - was das für eine Familie ist und ob diese im Waffengeschäft ihren Unterhalt verdient, haben wir nicht hinterfragt."

Beatrice von Braunbehrens führt die Ausstellung "Blickachse" als Referenz im Bereich "Projekte" ihrer Homepage.

Egal, ob Sie die Menschen, die hinter dem größten Waffengeschäft der bundesdeutschen Geschichte stecken, kennen oder nicht: schreiben Sie ihnen eine Nachricht. Wir werden die Botschaften auf Endlospapier drucken und garantiert zustellen. Wenn Sie eine der Eigentümer persönlich kennen: wir sind alle in der Pflicht. Der Deal muss und kann verhindert werden. Melden Sie sich bei uns oder bei den Eigentümern und appellieren Sie an deren Gewissen. Es ist nie zu spät für einen Kurswechsel.

 

Verwirrter KMW-Pressesprecher #Teil2

Kurt Braatz, der verwirrte KMW-Pressesprecher, hat sich in einer seiner kultverdächtigen Mitteilungen mal wieder zur Aktion geäußert. Beim Rüstungsproduzenten sei man "entsetzt", so wird Braatz von der HNA zitiert, "und zwar zunächst und vor allem aus moralischen Gründen." Kurt Braatz weiter:

Es ist kaum zu glauben, dass einzelne Personen mit solch einer Kampagne kriminalisiert werden sollen (...) Es gibt schließlich genug Verrückte, die sich zu Straftaten animiert fühlen könnten.

Wir meinen:

Es zeugt schon von einer gewissen Schizophrenie, wenn sich jemand, der sein Geld mit Waffenlieferungen verdient, mit denen Demokratiebewegungen niedergeschlagen werden, "aus moralischen Gründen" empört.

Die Initiatoren der Aktion 25.000 Euro zeigen sich über die Waffengeschäfte der Familien Braunbehrens und Bode im übrigen empört, und zwar zunächst und vor allem aus moralischen Gründen.

Es ist kaum zu glauben, dass einzelne Personen von Waffenlieferungen an autoritäre Regime leben. Es gibt schließlich genug Verrückte, die Panzer gegen Demokratiebewegungen im In- und Ausland einsetzen.

Kontaktmöglichkeit für KMW-Insider

Uns erreichen zunehmend Hinweise mit brisanten Informationen von KMW-Insidern. Wir freuen uns über Insiderinformationen direkt aus den Werken. Wir werden solche Informationen nicht auf der Webseite veröffentlichen und ihre Identität als Hinweisgeber auf jeden Fall schützen. Wir bringen Sie stattdessen direkt mit interessierten Journalisten zusammen.

Wichtig: Wenn Sie Insiderwissen haben und unerkannt bleiben möchten, bitte schreiben Sie uns nicht aus dem Firmennetz der KMW und setzen Sie auf jeden Fall Verschlüsselungstechniken ein. 

In Kürze folgt hier ein sicherer Kommunikationsweg.

Vorsicht: Bitte senden Sie uns keine Emails aus dem Firmennetz der KMW. Das Unternehmen kann Ihre Aktivitäten nachverfolgen. Senden Sie Ihre Informationen stattdessen besser von Zuhause oder von einem Internet-Cafe.

Das war es für heute!

Die Redaktion des Fahndungstickers verabschiedet sich für den Moment.

Heute ging die Aktion durch die Decke: Wir hatten alleine bis zu dieser Stunde über 170.000 Besucher!
3 von 4 Tweets, 
die heute an Regierungssprecher Steffen Seibert geschickt wurden, fordern ihn auf, sich zu der Waffenlieferung zu äußern.

Wir fordern Herrn Seibert auf, dieser Bitte hunderter besorgter Bürgerinnen und Bürger endlich nachzukommen.

Die Twitteraktion läuft noch weiter bis morgen früh. Dann geben wir den Gewinner bekannt und eine neue Aktion mit tollen Gewinnen startet. Einer unserer Schwerpunkte morgen ab 9 Uhr: "die Fotografin unter den Waffenhändlern".

Morgen erscheinen übrigens Anzeigen in einigen Wochenblättern rund um die Wohnorte einiger Mitglieder der Panzerfamilie, so wollen wir auch die "Offline"-Generation zum Mitmachen animieren.

AUS RECHTLICHEN GRÜNDEN KÖNNEN WIR IHNEN DEN ANZEIGENTEXT NICHT LÄNGER PRÄSENTIEREN!

Gerade haben wir über unsere Antenne noch eine merkwürdige Botschaft aus der Zukunft abgefangen und mitgeschnitten. Es scheint, als wolle sich ein zukünftiger Bundeskanzler zu den Waffengeschäften der Familien Bode und Braunbehrens äußern:

Außerdem gibt es einen ersten musikalischen Beitrag zum Soundtrack der Aktion.

Pressespiegel aktuell

Heute haben unzählige Zeitungen in ihren Printausgaben zur Aktion berichtet, darunter die Welt und die Süddeutsche Zeitung.

Außerdem gab es weitere Onlineredaktionen und Radios die sich des Themas angenommen haben:

Interessantes und Skurriles von unseren Sympathisanten

Hier kommt mal wieder ein kleines Update:

Bei uns laufen die Telefone und Mailpostfächer heiß. Es vergehen kaum 10 Minuten, in denen sich nicht ein Pressevertreter meldet und in denen nicht Tips, Hinweise und Botschaften an und über die Mitglieder der Panzerfamilie eingehen.

Hier ein paar besonders interessante, kreative und skurrile Einsendungen:

  • Gedicht: Kopfloser Engel auf sinkendem Schiff

Jeder Panzer
was wird verkauft,
in der weiten Welt verdienen die feinen Leut ihr Wohlstand und Geld.

Einst besaßen sie noch Ideale
Und lernten in Steiners Schule.
Einige gingen –sogar-­‐
für Frieden, Freude und Menschlichkeit auf die Straßen der 68er.

Heut haben sie weißes Haar,
trinken unbekümmert ihren Tee.
Ein paar Striche hier, ein paar da.
Ein Foto hier, eins da.
Der Tee schmeckt.
Hier ein Wort und da ein Wort.
Abtauchen in fremden Länder und das Leben genießen.

Wen kümmern die Kriege anderer Länder -­‐
Wen kümmern die Menschen in der anderen Welt.
Wenn der Tee schmeckt und das Geld fließt.

von Karzan Chindari 

 

  • Video und Bild für die Psychotherapeutin unter den Waffenhändlern, Vera von Braunbehrens. "Sandspieltherapie"

 

 

Große Verlosung: Twitter dem @RegSprecher

Mitmachen und Gewinnen!

Unter allen Menschen die heute über unser Tool den Regierungssprecher antwittern, verlosen wir folgenden Preis:

 

Aquarelle und Teerbilder FIGURA
Ein Katalog vom Waffenhänder und Künstler Burkhart von Braunbehrens

 

Achtung: Die Blumentöpfe sind nicht Teil der Verlosung.

KMW Sprecher verwirrt: "Was wir machen, ist legal!"

Der KMW Sprecher Kurt Braatz fühlt sich und seine Firma unfair behandelt. Gegenüber der Taz meint er: "das wofür unser Konzern haftbar gemacht werden soll, ist legal!"

Dazu halten wir fest:

  • Wir wissen, dass der Export von schwerem Kriegsgerät, selbst in potenzielle Kriesengebiete und autokratische Regime, in Deutschland derzeit legal ist und sogar noch gefördert wird. Deshalb machen wir den Konzern ja auch nicht haftbar, sondern seine Eigentümer. AUS RECHTLICHEN GRÜNDEN FEHLT HIER EIN SATZ.

Kurt Braatz weiter: "Die Entscheidung darüber, wohin deutsche Wehrtechnik exportiert wird, liegt ganz allein bei der Bundesregierung."

  • Aber Herr Braatz: Die Bundesregierung entscheidet lediglich, wohin die Familien Braunbehrens und Bode ihre Panzer liefern dürfen, ohne dafür ins Gefängnis zu müssen. Oder zwingt die böse Bundesregierung etwa die armen Rüstungsproduzenten zu diesem Geschäft?


Wir prüfen seit heute früh um 11 Uhr, ob juristisch gegen die Eigentümer von Krauss-Maffei Wegmann vorgegangen werden kann.

Erste Pressestimmen zur Aktion

Mittlerweile haben sich in der Presse einige Berichte zur Aktion gesammelt, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen:

Bildnisertränkung

Fließbandhinrichtungen der Zentrums-Erinyen an den Krauss-Maffei Wegmann Eigentümerinnen und Eigentümern. Sie werden im Bildnis ertränkt.

 

 

Credits: 

Natascha Mattmüller (Nemesis), Dominique Wolf (Tisiphone), Franziska Endres (Nyx)
Musik: Cosmic Berlin,
Kamera: Patryk Witt

 

Große Resonanz

Die Aktion "25000 Euro" erfreut sich großen Interesses.

Alle paar Minuten trudelt eine Interviewanfrage ein, die ersten Onlinemedien berichten bereits seit heute früh.

  • Das erste Plakat (10x2 Meter) hängt in Berlin-Mitte und erfreut sich dort regen Interesses.
  • Die Legende unter den Menschenrechtlern in Deutschland, Rupert Neudeck, meldet sich zu Wort:

„Das ist ein genialer Versuch. Und wenn ich mitmachen kann, werde ich mittun. Erst mal Glückwunsch zu der Initiative.“

 

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Auftakt der Plakataktion

Auf dieser Seite werden wir euch in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen über den Stand der Kunstaktion auf dem Laufenden halten.

Wir freuen uns gemeinsam mit Euch auf eine spannende Zeit.

Update 1: Bitte beachten Sie: der Aufruf zur Fahndung ist eingestellt. Es ist uns untersagt, nach Straftaten der Eigentümer zu fahnden.