Rüge des "Deutschen Rates" für PR

Der "Deutsche Rat" für PR hat sich offenbar in der Tür geirrt und will uns für unser Kunstwerk "rügen". Wir sind in einer Zeit aufgewachsen, in der das Buchstabendoppel „PR“ noch als Unwort galt und für die Auswüchse einer Branche stand, die ständig versuchte, der Presse von der Wirtschaft bezahlte Artikel unterzujubeln. Heute zählt Deutschland mehr PR-Arbeiter als Journalisten. In dem Schreiben werden uns in ernstem Tonfall - den Deutschen Presserat abkupfernd - sechs Fragen gestellt, darunter:

1. Woher haben Sie Ihre Informationen über die von Ihnen in den "Steckbriefen" aufgeführten Personen bezogen? Welche Quellen standen Ihnen zur Verfügung? Wie gesichert schätzen Sie die daraus gewonnenen Informationen ein, auf deren Grundlage die "Steckbriefe" entstanden?

2. Können Sie bestätigen, dass die Kampagne "25.000 Euro" dazu dient(e), auf politische Forderungen öffentlich aufmerksam zu machen, u.a. Rüstungsexportverbot, restriktives Rüstungsexportgesetz?

5. Laut PR-Magazin 07/2012 ("Einfach überrollt") haben Sie angegeben, dass beim ZPS auch Personen aus "großen Agenturen" aktiv sind. Können Sie bestätigen, dass diese Personen auch an der Kampagne "25.000 Euro" mitgewirkt haben?

6. Wie wird/wurde die Kampagne "25.000 Euro" finanziert? Wer sind/waren die Geldgeber?

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass der Rat auch ohne eine Einlassung von Ihnen in einem Ratsverfahren zu einer Bewertung der Vorgänge kommen darf. Der DRPR behandelt alle Ihre Angaben strikt vertraulich. Lediglich im Falle eines Ratsspruchs wird dieser der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Wer will, kann sich an einer gemeinsamen Antwort an den "DRPR" beteiligen. Es gibt ein Textdokument, das allen zur Bearbeitung offen steht: http://pad.telecomix.org/sogtutag. Das vollständige, dreiseitige Schreiben kann hier eingesehen werden.