Burkhart von Braunbehrens mit dem Rücken zur Wand

UPDATE: mit Schreiben vom 19. Juli 2012 droht uns der blumenmalende Künstler Burkhart von Braunbehrens rechtliche Schritte an, wenn wir seine "privat" (an 38 Personen verschickte Email) an dieser Stelle veröffentlichten. Die Einwilligung des Kommentators liegt uns hingegen inzwischen vor. Unsere Anwälte raten uns jedoch, nicht den Wortlaut von Burkhart zu veröffentlichen.
Damit dürfte auch den letzten Burkhart-Sympathisanten klar sein, dass der Blumenmaler nie vorhatte, schöne Taten zu vollführen. Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht.

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Burkhart von Braunbehrens steht in seiner Pfälzer Künstlerkommune derzeit offenbar mit dem Rücken zur Wand: den großen Ankündigungen und Worten, die willfährig von der Presse aufgegriffen wurden, ist keine einzige Tat gefolgt. Auch ein ehemaliger Weggefährte hat sich in einem offenen Brief von ihm abgewendet. Jetzt ist eine Email aus der Künstlerkommune geleakt (datiert auf den 16.7.12), die klar macht, dass Burkhart nie vorhatte, seinen schönen Worten auch schöne Taten folgen zu lassen (da ist er ganz der Alt-68er). Wie wir hören, spielt er auch investigativen Journalisten keinerlei Informationen zu. Das lässt die Frage aufkommen, welche Interessen Burkhart von Braunbehrens eigentlich in der Öffentlichkeit verfolgt. Da ein kritischer Journalismus einem 25fachen Multimillionär (bald: 80fachen) und Waffenhändler (Stern und FTD ausgenommen) Mangelware ist, möchten wir Ihnen hier mit einem Auszug eines Wortgefechts zwischen Burkhart von Braunbehrens und einem Miteigentümer der Papierfabrik in Ebertsheim zeigen, welche kritischen Sicht auf den Mann mit den vielen Eigeninteressen möglich und nötig wäre. 
Zur Erläuterung: Da wir nicht wissen, ob wir die von Burkhart erwähnten Miteigentümer nennen dürfen (wir haben die Mail aus interessierten Kreisen zugespielt bekommen; der Gesprächsverlauf findet derzeit offenbar viele begeisterte Mitleser in CC), haben wir sie geschwärzt. Fett gedruckt sind jeweils die messerscharfen Antworten auf Burkharts Nebelkerzen. Der betreffende Miteigentümer richtete bereits im Januar 2012 kritische Fragen an Burkhart von Braunbehrens, die der Künstler am 7.1.12 abzuwiegeln versuchte, indem er von Verdrehungen und Spekulationen schrieb.
 

Datum: Montag, 16. Juli 2012 15:48
Betreff: xxxxxxxx

[hier schreibt Burkhart von Braunbehrens, dass gegen ihn Falschmeldungen verbreitet würden, die er nun klarstellen wolle.]

Verbal eindrucksvoll. Dumm gelaufen nur, dass dann ein halbes Jahr später eine Berliner Künstlerinitiative durch ihren mutigen Einsatz meine angeblichen "Verdrehungen und Spekulationen" tatsächlich bestätigt hat.

[Hier schreibt Burkhart von Braunbehrens, dass die Gesellschafter ahnungslos und unwissend seien und überhaupt keinen Einfluss auf KMW haben.]
 

Zunächst einmal darf man festhalten, dass KMV aktiv seine Kriegswaffen in der ganzen Welt vermarktet. Ein Blick auf die Webseite zeigt, dass deine Firma  ständig auf internationalen Waffenmessen für eure Produkte wirbt, allein im Herbst sind wieder drei Messen weltweit gebucht. Wer dann anschließend nach einer solchen globalen Werbetour wen anspricht, etc., ist doch ziemlich nebensächlich. Und wie eure interne Kommunikation verläuft interessiert Außenstehende auch nicht wirklich. Und dass dein Aufsichtsrat bei jeder Anfrage gleich involviert wird, behauptet auch niemand. Aber dass der Aufsichtsrat von KMW nicht die Leitlinien der Geschäftspolitik vorgibt, wie du unterschwellig immer behauptest, interessiert bestimmt irgendwann mal einen Staatsanwalt, denn noch gilt unser Grundgesetz "Eigentum verpflichtet". Und du bist Eigentümer!

[Hier schreibt Burkhart von Braunbehrens, dass ihm nur 3,07 Prozentanteile an KMW gehörten, die Braunbehrens hätten weniger als 52 %, wie ein bekanntes Nachrichtenmagazin behaupte. WICHTIG ist aber, dass er hier auch behauptet, dass die Eigentümer ihre Anteile nicht verkaufen könnten ausser an andere Familienmitglieder, die aber mittellos (!) seien.]
 

Muss man dich wg. 3 % Anteil jetzt bedauern? Immerhin liest man, dass 2007 81 Mio. Euro ausgeschüttet wurden (bei 3 % macht das 2,4 Mio. Euro) und 2010 soll die Ausschüttung 18 Mio. gewesen sein (3 % sind 500.000 Euro). Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Dass der Familienclan Braunbehrens keine 52 % Anteile besitzt, diese "Falschmeldung" geht auf Konto von Focus. Nicht ich oder ----- behaupten das. Ich bin gespannt auf deine Gegendarstellung im Focus.
Was deine Position in deiner Familie betrifft, so staune ich, dass du einerseits im Fernsehen redselig erläuterst, welche Anerkennung deine Familie dir entgegenbringt mit deiner Wahl in den Aufsichtsrat, und dann sind es wieder die Bösen. Wie es halt gerade passt. Dem öffentlich einsehbaren Handelsregister nach hast du erst 2008 Kommanditanteile von deinem Bruder erworben, bist dann erst stimmberechtigter Anteilseigner geworden und geradewegs in den Aufsichtsrat emporgestiegen. Alles mit der bösen Verwandtschaft? Und wenn man im Handelsregister liest, wer da alles seine Anteile, an wen verkauft, so habt ihr einen regelrechten Anteilshandel zu verzeichnen. Nur deine Anteile will niemand haben?

[Hier behauptet Burkhart, auf KMW keinen Einfluss zu haben.]
 

Das  ermöglicht ja einen hoch interessanten Einblick in den Zustand deiner Firma, die immerhin in hochmoderne Kriegswaffen produziert, die in Afghanistan im Kriegseinsatz sind. Und ausgerechnet in einer solchen Firma haben Eigentümer und Aufsichtsräte, sogar Aufsichtsratsvorsitzende nichts zu melden? Zudem sind die Ausschüttungen der vergangenen Jahren nicht durch einen Deal mit Saudi-Arabien, sondern vielmehr durch den erhöhten Bedarf für den Afghanistankrieg zu begründen. Du verdienst am Krieg! Warum wohl immer diese Ablenkung mit Saudi Arabien?

[Hier behauptet Burkhart von Braunbehrens, die von unserer Aktion ausgegangene "Bedrohung" niemals hochgespielt zu haben. Anm. d. Red.: in der ZDF-Mediathek finden Sie ein Interview mit Burkhart von Braunbehrens, in dem er erklärt: "Eigentlich müsste ich das (die Patrone) der Polizei übergeben." 


Das nehme ich dir nicht ab. Wer einem Millionenpublikum im ZDF Patronenhülsen präsentiert, der spielt hoch. Es kommt zudem auch nicht darauf an, ob du intellektuellerweise nur die Methode der Diffamierung diffamieren wolltest, sondern was bei einem Publikum vor den Bildschirmen ankommt und hängen bleibt.

[Hier versteigt sich Burkhart von Braunbehrens erneut in der Behauptung, dass gegen ihn auch von anderer Seite lauter Falschmeldungen verbreitet würden.]
 

Da werde ich tatsächlich mal den bösen ----- zu Rede stellen müssen. Warum muss man alles umständlich in öffentlichen Handelsregister und in Presseartikel recherchieren, wenn der Hund alles schon gewusst hat. Aber wo bleiben jetzt eigentlich die im ersten Satz angekündigten Falschmeldungen, die ich verbreitet haben soll? Kommt noch ein Nachschlag?