Reaktionen auf Vera von Braunbehrens "Missbilligung" der Panzergeschäfte

Die Verlautbarung von Vera von Braunbehrens, die Waffengeschäfte ihrer eigenen Firma mit Saudi-Arabien "gewiss" nicht zu billigen, hat im Netz zu einer beispiellosen Flut an Reaktionen und Diskussionen geführt, die wir selbst so nicht erwartet hatten. Loben die einen den wichtigen Schritt, wurde viel Kritik an ihrer Selbstdarstellung laut. Hier einige wenige Auszüge aus den letzten 12 Stunden:

Das klingt für mich nach: Ich kann doch nichts dafür. Ich mache die Geschäfte doch nicht. Ich verdiene doch nur daran. Ausserdem bin ich doch eigentlich dagegen. Es ist ja so schön bequem sich der Verantwortung zu entziehen, wenn man jemanden hat der diese Arbeit erledigt.

Milko T.

Komm Vera, ein bisschen verantwortlicher könntste noch (nicht nur fürs eigene Portemonnait, sondern auch in punkto tausende von Menschenleben)!!!

Magdalena M.

soll sie doch ihre anteile verkaufen , aber auf das gute geld und die fetten dividenden wird sie mit sicherheit nicht verzichten wollen ... meine fresse wat für ne üble doppelmoral !!!

Frank Tank

‎"Cybermobbing", so so... Leider werden mit ihren Waffen Menschen nicht nur cyber-getötet sonder eher real... Dass sie mit so einem Text um Mitleid bittet, zeigt, wie verschoben die Perspektiven sind.

Günther K.

Besser cybermobbing als menschen mit waffen zu verstümmeln und zu töten, sie kann doch ihre anteile verkaufen und den erlös spenden für opfer von landminen, dann wird die arme Frau auch nicht mehr "denunziert". scheinheiliges Geschwafel von Frau von Braunbehrens!!!

Fry Boita

Das Bauen und der Handel mit Waffen halte ICH für ein FRAGWÜRDIGES Geschäft

Luu

Lohnt es sich persönlich zu werden und PERSONEN aus dem Schatten zu ziehen? JA - JA - JA!!! Der Pranger war lange Zeit ein Instrument des Staates und so LEGITIM. Die Abschaffung desselben und seine Verteufelung diente und dient der Ehrenlüge von Schattengewächsen und Kriminellen wie auch der Doppelzüngigkeit von Politikern und Wirtschaft-Führern. 

Dimitrios Grigoriadis

Sicherlich muss Mensch die Stellungnahme von Vera von Braunbehrens skeptisch betrachten. Ohne den Druck von www.25000-euro.de/ wäre es überhaupt nicht dazu gekommen. Trotzdem finde ich, dass wir ihre Stellungnahme in jedem Fall positiv sehen sollten. Wenn es ein Manöver ist um in der Öffentlichkeit besser da zu stehen, wird ihr das früher oder später auf die Füße fallen. Ansonsten ist es ein Weg in die richtige Richtung. Hoffentlich geht Vera von Braunbehrens noch einige Schritte weiter.

Helmut P.

Die is lustig, cybermobbing. Wir bösen menschen, die wir das unrecht an ganzen volksgruppen ans licht bringen...

Kaufi O'K.

Vera von Braunbehrens geht in die Opferrolle.

Uli E.

Ja, wir deutschen verstehen das passive bewusstsein zu nutzen... ihr ist es wurscht was die saudis machen, wozu waffen überhaupt da sind. auf ihre bemerkung eingehend. die anstiftung zum mord (so sehe ich waffenexport) ist durchaus unmoralischer als ihre bezeichnung "cypermobbing" für die veröffentlichung von tatsachen.

Martina J.

Ach, sieh einer an... Was da wohl eher zum umdenken bewegt hat: Die Entdeckung des eigenen Gewissens oder die Angst vor einem dauerhaft miesen Image?

Femke P.

das hier in polemische Häme kippt: Es ist ein wahnsinns Erfolg der Aktionsgruppe das es diese Stellungnahme gibt. Es ist aber auch ein mutiger und aufklärender Schritt von Frau Braunbehrens diese Klarstellung zu veröffentlichen.

Ralf R.

"der sich bemüht, verantwortlich zu handeln und zu leben". Sie war stets bemüht ;-) Unglaublich, dass Menschen passives Handeln immer noch als "unschuldig" sehen. Das hat in Deutschland schon lang genug Geschichte.

Eule Anna

Fazit: haltet mich da raus, fragt die Politiker, lasst mich meinen Gewinn erzielen. Ich hab dann meine Millionen aus dem Geschäft, das tausende Menschen, die ihre Rechte einfordern das Leben kosten wird. aber privat gebe ich mich als Gutmensch aus und unterstütze wohltätige Projekte...

Didem Vural

Sind solche Presseerklärungen jetzt moderne Ablassbriefe oder wie kommt so ein Text zustande? Kann wer der Person mal erklären, dass die Herstellung und der Vertrieb von Massenvernichtungswaffen (Panze zähle ich da einfach mal mit zu) nichts mit verantwortlichen Handeln zu tun haben?

Freddy Kol

wer sich als opfer darstellt und wahrscheinlich sogar fühlt, obwohl er TÄTER ist, gehört für mich zur übelsten variante mensch! als psychotherapeutin sollte frau braunbehrens dies wissen und mal langsam anfangen sich selbst zu therapieren! konsequent wäre ein ausstieg aus der firma, aber darüber denkt ja kein mitbesitzer nach... weil jährliche einnahmen in millionenhöhe wohl doch mehr wiegen als ethik und moral.

Schmitz Katz

das erinnert ein wenig an die erben der krupp-familie, die immer wieder behaupten, dass ihre fertigung hauptsächlich zivile güter hergestellt hätte ... pure rechtfertigung für ihre doppelmoral und primitive geld- und machtbesessenheit! wer an rüstung geld verdient, sei es nun passiv oder aktiv, der muss sich eben auch verantworten, ob es ihr nun passt oder nicht. eigentum verpflichtet.

Oh Stern

 

Mit öffentlichem Druck und Transparenz werden die einzelnen Besitzer des die Panzer herstellenden deutschen Rüstungskonzern gefragt, ob sie wirklich wollen, was sie da machen.

Dieser Brief ist ein Beispiel für die Wirkung dieses gewaltlosen Protest. 

Alexander S.