Die wehrlosen Waffenhändler

Guido Dahm, der in derselben Stadt lebt wie einer der Waffenhändler, machte sich die Mühe, den Mythos der "armen" (wohlgemerkt: schwerreich) und "wehrlosen" (allein bis zu 800 Panzer für Saudi-Arabien) Waffenhändler zu entlarven; für alle, die es noch nicht kennen:

Kriegswaffenproduzent Braunbehrens lädt zur Kinderfreizeit ein

Auf seiner Webseite, im Fernsehen und in vielen Tageszeitungen, auch in der Rheinpfalz vom 21. Juni 2012, wehrt sich der Haupteigner des des größten europäischen Panzerherstellers Kraus-Maffei Wegmann, Burkhart v. Braunbehrens aus Ebertsheim, gegen angebliche Bedrohungen, Morddrohungen und Mafiamethoden von militanten Kriegsgegnern. So seien ihm Pistolenkugeln per Post zugeschickt worden, quasi symbolische Morddrohungen nach Mafiaart. Die leeren Patronenhülsen hielt der Ebertsheimer im ZDF Fernsehinterview theatralisch in die Kamera.

Was ist dran an solchen Behauptungen? Offenbar nicht viel, denn der Verein EBI, dem Burkhart v. Braunbehrens vorsteht, veranstaltet jetzt vom 9.-13. Juli und vom 16.-20. Juli jeweils von 10-16 Uhr eine öffentlich ausgeschriebene Ferienwoche für 15 Kinder. Das ganze findet auf dem Gelände der alten Papierfabrik in Ebertsheim, direkt bei und vor dem Wohnhaus und der Arbeitsstätte des Ebertsheimers ohne jeglichen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Ist die angebliche Bedrohung nur ein billiger Mediengag des Panzerherstellers, um mediale Aufmerksamkeit und Mitleid zu erhaschen, oder handelt er völlig unverantwortlich, wenn er jetzt Kinderfreizeiten auf seinem Anwesen organisiert?